Camping San Biagio Gardasee WiFi/WLAN Hotspot

Camping San Biagio bietet mit einem schnellen DSL Internetzugang einen am Gardasee einmaligen Service für seine Gäste. Die Hotspots sind auf dem gesamten Campingplatz so verteilt, sodass nahezu auf allen Stellplätzen, den Bungalows und im Restaurant unser Wireless LAN mit handelsüblichen Notebooks zu empfangen ist.

Der Zugang zu unserem WiFi ist für Gäste des Campingplatzes natürlich kostenlos. Zugangsdaten erhalten Sie an der Rezeption.

Dennoch sollen diese Freiheiten keine Einladung zu übermässigen Gebrauch sein. Die Bandbreite ist limitiert (180kb/s down, 40kb/s up) und reicht normalerweise für alle Gäste locker aus - sofern nicht einer P2P-Dienste laufen lässt wie eMule/eDonkey, Torrent und andere derartige Saug-Dienste. Wir bitten auch von Streamingdiensten wie Internet-Radio etc. abzusehen. Das System erkennt Missbrauch automatisch und Sünder werden zunächst für 24 Stunden gesperrt, bei Wiederholungstätern wird die Sperre gar nicht mehr aufgehoben.

Nahezu alle Ports sind offen, somit sollten alle Anwendungen und Dienste funktionieren. Einzige Ausnahme ist der Microsoft Messenger: hier funktioniert die Authentifizierung wegen der doppelten NAT leider nicht. Dies ist keine böse Absicht sondern ein Problem des MSN Messengers. Als Workaround kann man hier den browserbasierten MSN Web Messenger benutzen.

 

Lageplan der WiFi/WLAN Hotspots (pdf)

 



Richtfunkstrecke von
Peive nach San Biagio
Hintergrundinfo für technisch Interessierte

Um diesen Service überhaupt anbieten zu können, musste einiges an Aufwand betrieben werden, denn für die nächsten Jahre ist seitens der Telecom keine DSL-Versorgung in diesem Ortsteil von Manerba vorgesehen.

Mit Unterstützung eines langjährigen Gastes wurde in Eigenregie eine Richtfunkstrecke über eine Distanz von ca. 1,8 km auf die andere Seite der Bucht nach Pieve eingerichtet. Dies wurde realisiert mit zwei als Bridge konfigurierten Linksys WAP54G Accesspoints und zwei Yagi-Antennen mit jeweils 18dBi.


Elektriker beim Einziehen
der Netzwerkkabel
Um einen guten Empfang auf dem gesamten Campingplatz zu gewährleisten, wurden zehn weitere Linksys WAP54G Accesspoints so verteilt, dass sich deren Funkzellen überlappen. Die meisten Accespoints sind direkt mit einem Netzwerkkabel verbunden, einige davon ohne Kabel als Repeater konfiguriert. Insgesamt mussten ca. 800m an Strom- und Netzwerkkabel verlegt werden. Die Original-Firmware der Accesspoints wurde ausgetauscht mit DD-WRT, einem OpenSource-Betriebssystem für Linux-basierte Router und Accesspoints. Für den Linksys WAP54 kam die Variante 'micro-generic' zum Einsatz. Aufgrund des Speicherbedarfs dieser Firmware konnten nur WAP54G ab Version 3.0 eingesetzt werden, da nur diese über den notwendigen Speicher von 4MB verfügen - ätere Modelle haben nur 2MB RAM.


Aushub für einen der
7 Accespoint Antennenmasten
Obwohl die Linksys WAP54G nicht für den Outdoor-Einsatz geeignet sind, hat man diesen aufgrund der Kosten und der daraus resultierenden Austauschbarkeit den Vorzug gegeben. Die Linksys-Geräte sind für unter 60 Euro zu bekommen, entsprechende Outdoor-Accesspoints kosten einige hundert Euro. Um dennoch ein gewisses Mass an Schutz gegen Feuchtigkeit zu bieten, wurden die Accespoints kopfüber in wasserdichte Boxen auf 4m hohe Pfosten verbaut und die Antennen nach unten ausgeführt.


Mit der Hebebühne
auf das Dach
Das italienische Recht schreibt Betreibern öffentlicher Hotspots vor, alle Zugriffe aus diesem lokalen Netzwerk für 90 Tage zu protokollieren um eventuellen Missbrauch dem Verursacher zuordnen zu können. Dies wurde realisiert mit einem zentralen Linux-Server unter dem OpenSource Firewall-Betriebssystem IPCop. Für die Authentifizierung und das Accounting kam das IPCop-Addon IPBill zum Einsatz.

Den größten Aufwand jedoch hatte man mit den hiesigen Elektrikern, die fast täglich mit neuen Ausreden kamen, warum sie ausgerechnet heute nicht arbeiten können. Mal fehlte das schon längst bestellte Material, mal hat's geregnet, das andere Mal war's zu heiss oder Vollmond. Gerne genommen wurden auch Notfälle bei anderen Kunden oder Krankheitsfälle von Mitarbeitern und Familie. Was den Handwerkern an Einsatzbereitschaft gefehlt hat, haben sie durch blumige Phantasie mehr als wettgemacht. Dank der vielen Ausreden hat sich die Fertigstellung dann schliesslich um zwei Monate verzögert...

 

Richtfunkantenne
mit Bridge

Ausrichten der
Richtfunkantenne

Ausrichten der
Webcam